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CeBIT 2010: Trends von vorgestern

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Die heißeste Technik von vorgestern

03.08.2010, 10:38 Uhr | Sascha Plischke

1998 bewunderte Helmut Kohl eine 3D-Brille. (Quelle: dpa)

Kleine Revolutionen und grandiose Flops gehören zur Geschichte der weltgrößten Technikmesse CeBIT dazu. Und längst nicht alle Neuheiten konnten die Messebesucher von Anfang an begeistern. Wir zeigen Ihnen, welche Produkte von Hannover aus die Welt eroberten – oder hoffnungslos dabei scheiterten.

1999 präsentierte sich auf der CeBIT das Medium der Zukunft: Die DVD. Gestochen scharfe Filme und Platz für riesige Datenmengen – die kleine Silberscheibe revolutionierte die Wohnzimmer rund um den Globus. Heute, zehn Jahre später, ist der Datenträger schon wieder ein Auslaufmodell, der Nachfolger Blu-ray steht bereits in den Läden. Seit mehr als zwanzig Jahren trifft sich jedes Jahr in Hannover die Elite der Computerbranche zur Leistungsschau und legt die Trends fest, die die Computerwelt bestimmen sollen.

Echte Technik-Revolutionen

Egal ob 3D-Grafikkarten, die neuesten Prozessoren oder Mini-Computer für unterwegs – immer durfte das Messepublikum in Hannover einen exklusiven Blick auf brandneue Technologien werfen. Echte Revolutionen nahmen hier ihren Anfang: So präsentierte hier Microsoft 1995 einer staunenden europäischen Öffentlichkeit sein brandneues Betriebssystem Windows 95, das bald darauf die Rechner zwischen New York und Kathmandu erobern sollte. Hannover war auch Austragungsort zahlreicher Megahertz-Schlachten zwischen Intel und seinen Konkurrenten: Selige Zeiten, als sich noch an der Taktzahl problemlos die Überlegenheit des neuen Prozessors ablesen ließ.

Gnadenlose Flops

Aber auch grandiose Flops waren im Lauf der Zeit in Hannover zu sehen. So stellten Fuji und Sony 1998 hier die High Floppy Disk vor, eine Diskette mit 200 Megabyte Speicherplatz. Gegen die ebenfalls auf der Messe gezeigten beschreibbaren DVDs konnte sich der Datenträger jedoch nicht durchsetzen. Ein Jahr zuvor versuchte Sanyo mit seiner Idee von einem Fernseher zu begeistern, mit dem TV-Junkies auch im Internet surfen konnten. Die Messebesucher ließ das jedoch völlig kalt. Sie blieben lieber vor ihren Rechnern, die Technik wurde ein gewaltiger Flop.


Sascha Plischke  

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