07.10.2011, 15:27 Uhr | Andreas Lerg/bd
Foto falsch belichtet, ungünstig gewählter Ausschnitt oder unvorteilhafte Perspektive (Bild: t-online.de)
Einfach nur draufdrücken und fertig ist das Bild. Die Industrie gaukelt uns in der Werbung vor, dass Digitalkameras quasi ganz von alleine immer fantastische Fotos schießen. Elektronische Gesichtserkennung, Kerzenlichtmodus und zahlreiche andere Automatikfunktionen moderner Kameras sollen uns alle Sorgen abnehmen. Aber die Wahrheit ist: Trotz Netz und doppeltem Boden lauern auf dem Weg zum guten Foto jede Menge Fettnäpfchen. In unserer Foto-Show zeigen wir Ihnen die schlimmsten Foto-Fehler und sagen, wie man's besser macht.
Tante Lisbeth grinst mit eingefrorenem Lächeln während Onkel Herbert ihr leicht verkrampft den rechten Arm um die Schulter legt. Die Lieben stehen barfüßig am Strand einer lauschigen Mittelmeerbucht, im Hintergrund schimmert die langsam untergehende Sonne auf dem rötlichen Wasser. Nur - auf dem Bild ist das allenfalls zu erahnen. Hier hat ein tiefschwarzes Meer längst die Sonne verschlungen und der Bildausschnitt gnadenlos die Füße amputiert. Doch dafür erstrahlen die Gesichter käsebleich, weil immerhin der winzige Blitz im Kampf gegen die Dämmerung tapfer sein Bestes tat.
Zugegeben - so viele Fehler auf nur einem Bild unterlaufen selbst blutigen Anfängern nur selten. Außerdem ist in der Ära der Digitalfotografie Knipsen ohne Reue angesagt, schließlich wird die Zahl der Versuche nur vom Speicherplatz der Kamera begrenzt. Doch was nutzen hundert Versuche, wenn am Ende kein einziges gutes Bild heraus kommt? Manchmal ist der eine Moment, der ein Foto wert ist, viel zu kurz. Oft bleiben einem nur wenige Augenblicke für ein schönes Erinnerungsfoto. Da lohnt es sich schon, ein paar Grundregeln des Fotografierens zu kennen. Es ist gar nicht so schwer, ansprechende Fotos zu schießen - vorausgesetzt, man meidet die schlimmsten Fettnäpfchen.
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Der sprichwörtliche Daumen oder die Trageschlaufe vor der Linse ist ein Klassiker, der aber wohl mehr aus Unachtsamkeit passiert. Von anderem Kaliber sind die vielen Fehler, die im Zusammenhang mit dem Blitz gemacht werden. Eine falsche Beleuchtung ist einer der häufigsten Gründe für verhunzte Aufnahmen. Wie Sie mit dem Blitz richtig umgehen und warum ein Fotograf immer ein Papiertaschentuch dabei haben sollte, erfahren Sie in unserer Foto-Show.
Draufhalten für einen spontanen Schnappschuss, so entstehen oft schöne Bilder. Bei der eigenen Familie ist das natürlich kein Problem. Aber wie verhält sich das bei fremden Personen? Auch hier sündigen Sie schnell, wenn Sie ungefragt jemanden ablichten. Drehen Sie den Spieß doch mal um. Irgendein Fremder kommt, zückt seine Kamera und fotografiert Sie einfach so. Ihnen wäre es doch sicher lieber, wenn der Fotograf vorher fragt, oder?
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