Wer einen ernsthaften Versuch unternehmen wollte, sämtliche Hersteller von Handys aufzulisten, die sich im Umlauf befinden, würde schnell an seine Grenzen stoßen. Zu unübersichtlich und groß ist der Markt. Doch die Zahl der wichtigsten Hersteller ist schon um einiges übersichtlicher. Wir stellen Ihnen die fünf größten (Nokia, Samsung, Motorola, Sony Ericsson und LG) sowie eine Reihe anderer wichtiger Hersteller vor.
Der Sonderfall eines Herstellers, der mit nur einem Handy weltweit Schlagzeilen macht. Der kalifornische Computer-Gigant, bekannt vor allem durch seine Mac-Computer, brachte im Sommer 2007 das lange angekündigte iPhone auf den Markt. Der Name ist eine Anlehnung an Apples erfolgreichen MP3-Player iPod. Seit November 2007 ist das iPhone auch in Deutschland erhältlich. Es wird exklusiv von T-Mobile vertrieben. Seit Juli 2008 ist das Nachfolgemodell iPhone 3G auf dem Markt.
Der taiwanesische Hersteller ist in erster Linie für Computer-Hardware bekannt. Im Handy-Sektor spielt der Großkonzern eine untergeordnete Rolle. Asus hat sich auf Smartphones spezialisiert.
Auch wenn viele das glauben: Blackberry ist kein Handy-Hersteller. Der Name steht vielmehr für eine Reihe von Smartphones des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM). 1999 brachte RIM das erste Blackberry-Handy auf den Markt. Mit Blackberrys kann der Kunde E-Mails auch von unterwegs über einen Push-Dienst empfangen und versenden. Sie werden daher fast ausschließlich als Geschäfts-Handys eingesetzt. 2008 stellte RIM mit dem Pearl 8220 das erste Blackberry-Handy vor, das sich explizit an Privatkunden richtete.
Das im österreichischen Linz ansässige Unternehmen hat eine Marktnische für sich entdeckt, die nicht zu unterschätzen ist: Das Unternehmen ist spezialisiert auf Handys für Senioren, die sich allesamt durch leichte Bedienbarkeit, große Tasten und den Verzicht auf technischen Schnickschnack auszeichnen. Außerdem haben manche Geräte eine eigene Notruftaste und eine Taschenlampe.
Der taiwanesische Hersteller HTC hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die Eigenschaften von Computern aufs Handy zu übertragen. In Deutschland wussten Besitzer eines HTC-Handys lange Zeit oft nicht, dass sie ein HTC-Handy besaßen. Das Unternehmen verkaufte seine Geräte nämlich nicht unter eigenem Namen, sondern unter dem Branding der Mobilfunkanbieter, die die Geräte vertrieben. Seit 2008 werden HTC-Handys aber auch in Deutschland teilweise als HTC-Handys verkauft. Auf das wohl berühmteste Handy des Herstellers trifft das aber nicht zu: das weltweit erste Google-Handy G1, das im Herbst 2008 in den USA und im Februar 2009 in Deutschland auf den Markt kam.
In der Regel ist nur von LG die Rede, wenn es um Handys des südkoreanischen Herstellers geht. Korrekt ist aber die lange Bezeichnung LG Electronics. Diese ist nämlich nur ein Bestandteil der in Südkorea bedeutenden LG Group. Auf dem europäischen Markt ist das Unternehmen seit 2004 aktiv - und hat sich seither einen mehr als achtbaren Status erarbeitet: Es bildet zusammen mit Motorola, Nokia, Samsung und Sony Ericsson die Gruppe der "großen Fünf", also der erfolgreichsten Mobilfunkhersteller der Welt. LG Electronics gehört zusammen mit Motorola, Nokia, Samsung und Sony Ericsson zu den großen Fünf auf dem Handymarkt.
Das amerikanische Unternehmen wurde 1928 unter dem Namen Galvin Manufacturing Corporation gegründet. In den 30er Jahren entwickelten sie das Autoradio "Motorola", eine Zusammensetzung aus "motor" und "ola" (Schall, Welle). Das Gerät wurde das erste kommerziell erfolgreiche Autoradio und stand 1947 Pate, als das Unternehmen sich in Motorola umnannte. Das Unternehmen schrieb Mobilfunkgeschichte, als es 1983 mit dem DynaTAC das erste Handy überhaupt auf den Markt brachte. In der Folgezeit etablierte sich Motorola als einer großen Handy-Hersteller. Doch seit geraumer Zeit kriselt es in der Handy-Sparte des Unternehmens. Motorola erwägt daher, das Segment abzustoßen. Das Unternehmen stellt neben Handys auch allerlei andere elektronische Systeme und Bauelemente her. Motorola gehört zusammen mit LG, Nokia, Samsung und Sony Ericsson zu den großen Fünf auf dem Handymarkt.
Der Führende auf dem Handy-Weltmarkt benannte sich nach der westfinnischen Stadt Nokia, wo das Unternehmen 1865 gegründet wurde. Natürlich produzierte Nokia damals noch keine Handys. Der Konzern stellte anfangs Papiererzeugnisse her, später unter anderem auch Gummistiefel. Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts begann das Unternehmen Autotelefone zu bauen, 1987 folgte das erste Handy. Heute ist der Branchenprimus aus der Handywelt nicht mehr wegzudenken. Die Produktpalette des Unternehmens reicht vom einfachsten Einsteigermodell bis zu randvoll mit neuester Technik gepackten Smartphones.
Bei allen Nokia-Handys ist zunächst derselbe Klingelton eingestellt. Die "Nokia Tune" gilt als bekanntester Klingelton der Welt. Sie ist ein Auszug aus "Gran Vals“, einem Gitarrenstück des spanischen Musikers Francisco Tárrega aus dem 19. Jahrhundert. Nokia gehört zusammen mit LG, Motorola, Samsung und Sony Ericsson zu den großen Fünf auf dem Handymarkt.
RIM stellt die berühmte Smartphone-Reihe Blackberry her.
Das französische Unternehmen besteht seit 1924. Sagem produziert neben Handys auch Unterhaltungselektronik, Militärelektronik und biometrische Sicherheitssysteme. Auf dem französischen Handymarkt ist er führend, außerhalb Frankreichs ist er um einiges unbedeutender,
Das südkoreanische Unternehmen wurde 1938 gegründet. Der Name heißt übersetzt "drei Sterne" und repräsentiert die drei Söhne des Firmengründers Lee Byung-chull. Anfangs war Samsung noch in erster Linie auf dem Nahrungsmittelsektor tätig. Mittlerweile ist er ein Mischkonzern mit einer sehr breiten Produktpalette. Samsung Electronics besteht seit 1969 und spezialisierte sich schon früh auf Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Auf dem Handy-Markt zählt Samsung neben LG Electronics, Motorola, Nokia und Sony Ericsson zu den großen Fünf. In den letzten Jahren machte Samsung vor allem wegen extrem flacher Handys und wegen Touchscreen-Multimedia-Handys von sich reden.
Zusammen mit LG, Motorola, Nokia und Samsung bildet Sony Ericsson die Gruppe der großen Fünf auf dem Handymarkt. Das Unternehmen ist ein Joint Venture des schwedischen Telefonriesen Ericsson mit dem japanischen Elektronikherstellers Sony. Aus dieser Zusammenarbeit zieht Sony Ericsson seinen größten Profit: Die Handys des Unternehmens greifen teilweise auf Spezialitäten von Sony zurück. So ist eine wichtige Reihe von Sony Ericsson die Reihe der Cybershot-Handys, die nach der gleichnamigen Digitalkamera-Serie von Sony benannt ist. Eine weitere Erfolgsreihe sind die Walkman-Handys. Dabei sind zwar natürlich nicht wie bei der Sony-Erfindung Kassetten im Spiel, aber die Idee, Musik überall dabei haben zu können, wird ins 21. Jahrhundert übertragen, indem die Walkman-Handys MP3-Dateien abspielen.
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