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Handy-Lexikon: Handy-Hardware

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Handy-Lexikon: Handy-Hardware

Themen der Kategorie Hardware:

Akku

Display / Auflösung

Firmware

GPS / A-GPS

Prozessor / CPU

QWERTZ-Tastatur

SIM-Karte

Speicher

Speicherkarten

Touchscreen

  

Akku
Beim Akku (Kurzform von „Akkumulator“) handelt es sich um den Energiespeicher des Handys. Dieser speichert Strom in Form von chemischen Verbindungen. Beim Aufladen werden diese Verbindungen getrennt. Wenn das Handy Energie benötigt, reagieren die Bestandteile des Akkus miteinander und erzeugen dadurch elektrischen Strom.
Die Bezeichnung des Akkus hängt dabei von den enthaltenen Materialien ab. Früher kam en vor allem Nickel-Cadmium-Akkus zum Einsatz. Diese hatten jedoch den Nachteil, dass sich oft ein Memory-Effekt ausbildete. Diese Akkus mussten immer so weit wie möglich entladen werden, da sonst die verbleibende Rest-Energie nicht mehr abgerufen werden konnte.
Heute werden in fast allen Handys Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Diese können öfter nachgeladen werden und verfügen über keinen Memory-Effekt. Zudem ist ihre Kapazität größer.
Neueste Forschungen beschäftigen sich mit anderen Materialien, wie beispielsweise Silber-Zink-Akkus. Andere Forscher entwickeln den Lithium-Ionen-Akku weiter, und erreichen so im Labor eine achtmal längere Laufzeit als herkömmliche Modelle.
In letzter Zeit gibt es zudem immer mehr Versuche, Akkus durch Brennstoffzellen zu ersetzen. Dadurch soll eine höhere Betriebsdauer erreicht werden. Da die Brennstoffzellen jedoch mit Flüssiggas oder gar Wasserstoff betrieben werden, bedarf es zunächst einen Händlernetzes, durch das geeignete Energieträger vertrieben werden können. Bis ein solches Netz aufgebaut ist, dürften es Akku-Ersatz-Möglichkeiten schwer haben.

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Display / Auflösung
Das Display ist nach wie vor das wichtigste Ausgabemedium am Handy – nach dem Lautsprecher natürlich. Am Display sieht man, wer anruft, welche Nummer man selbst gewählt hat – von SMS ganz zu schweigen. Bei modernen Geräten dient das Display sogar zum Darstellen von Webseiten oder Fotos.
Um die Qualität eines Displays zu beschreiben, werden meistens drei Kriterien herangezogen: Die Größe wird anhand der Bilddiagonale gemessen und in Zoll angegeben. Die Auflösung bezeichnet die Anzahl der Pixel, aus denen das Display zusammengesetzt ist. Hier war bis vor wenigen Monaten ein Wert von 240 x 320 Bildpunkten Standard. Diese Auflösung bezeichnet man auch als QVGA (Quarter VGA), da sie ein Viertel der VGA-Auflösung beträgt. Mittlerweile gibt es jedoch einige Handys, die hier höhere Werte erreichen. Der dritte Wert, der die Qualität eines Handydisplays kennzeichnet, ist die Farbtiefe. Sie bezeichnet die Anzahl der Farben, die jeder Bildpunkt annehmen kann. Da sich durch das Zusammensetzen unterschiedlicher Bildpunkte wieder andere Farben erzielen lassen, kommt man so auf recht hohe Werte. Eine Farbtiefe von 18 Bit (d.h. jeder Bildpunkt kann 18 verschiedene Farbwerte annehmen) entspricht somit 262.144 möglichen Farben. Eine Farbtiefe von 24 Bit, wie sie derzeit von vielen Handys erreicht wird, ermöglicht die Darstellung von 16.777.216 verschiedenen Farben.

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Firmware
Bei der Firmware handelt es sich gewissermaßen um das Betriebssystem eines Handys. Anders als bei Computern ist dieses je nach Modell unterschiedlich. Allerdings gibt es auch im Mobilfunksektor mittlerweile einen Trend zu mehr Einheitlichkeit. So kämpfen Microsoft (Windows Mobile), Symbian (S40 bzw. S60) und Google (Android) um die Vorherrschaft auf diesem Markt. Die Betriebsysteme dieser Hersteller laufen größtenteils auf mehreren Handymodellen.

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GPS / A-GPS
GPS ist die Abkürzung für Global Positioning System. Dabei handelt es sich um ein satellitengestütztes Ortungssystem, das eine präzise Positionsbestimmung eines Empfängers ermöglicht. Die Genauigkeit beträgt dabei wenige Meter.
Das GPS-System wurde vor allem für die Nutzung im Freien konzipiert. Es benötigt relativ lang, um eine neue Positionsbestimmung vorzunehmen. Vor allem bei Handys ist dies jedoch lästig, da diese in Gebäuden oder Fahrzeugen oft das Satellitensignal nicht empfangen können. Bei A-GPS wird daher mithilfe des herkömmlichen GSM-Netzes zunächst eine grobe Bestimmung der eigenen Position vorgenommen. Anschließend wird per GPS der eigene Standort weiter eingegrenzt.

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Prozessor / CPU
Genau wie beim Computer spielt auch beim Handy die Prozessorgeschwindigkeit eine immer größere Rolle. Denn Navigationssoftware, mobiles Surfen und große Touchscreens zwingen schwache Handy-CPUs (Central Processing Units) in die Knie. Weil immer mehr Handys in Testberichten aufgrund ihrer langsamen Arbeitsgeschwindigkeit durchgefallen sind, reagieren jetzt die Hersteller. Asus hat Ende 2008 ein Handy mit einem 800 MHz-Prozessor auf den Markt gebracht. Rein rechnerisch schlägt der japanische Hersteller damit sogar den einen oder anderen EeePC aus dem eigenen Haus. Der portugiesische Hersteller NDrive dagegen hat ein Handy mit einem Dualcore-Prozessor im Angebot.

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QWERTZ-Tastatur

Die Belegung von Tastaturen ist nicht international einheitlich. Das gilt für Computer und Schreibmaschinen genauso wie für die Tastaturen von Handys. In Deutschland ist die QWERTZ-Tastatur üblich, wobei QWERTZ für die Anordnung in der obersten Buchstabenreihe der Tastatur steht. Auf amerikanischen Tastaturen sind Z und Y vertauscht, weil im Englischen das Y weitaus häufiger vorkommt als im Deutschen. Amerikanische Tastaturen nennt man daher auch QWERTY-Tastaturen.

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SIM-Karte

Ohne sie geht beim Handy fast gar nichts. Die SIM-Karte (Subscriber Identity Module) wird zur Identifikation des Nutzers ins Handy gesteckt und wird bei jedem Einschalten des Handys mit einer vierstelligen PIN freigeschaltet. Außerdem hat die SIM-Karte eine einfache Speicherfunktion. Kurzmitteilungen und das Telefonbuch finden oft auf der SIM-Karte Platz. Das ist besonders dann von Nutzen, wenn man ein neues Handy bekommt, seine Zugangsdaten beim Mobilfunkbetreiber und damit die SIM-Karte aber behält.

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Speicher
MP3s, selbstgeschossene Bilder und Kontakte ohne Ende - moderne Handys brauchen vor allem eins: Fassungsvermögen. Um das zu bewerkstelligen, haben nicht wenige Modelle heutzutage kleine Festplatten eingebaut. Acht Gigabyte sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Noch besser ist es freilich, wenn sich ein Slot für Speicherkarten am Handy befindet. Dann kann nämlich fast beliebig viel Speicher nachgerüstet werden.

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Speicherkarten
Diese kleinen Plastikkärtchen machen auch herkömmliche Handys ganz groß. Kaum ein aktuelles Modell, das keine Speichererweiterung unterstützt. Nur die Größe macht dabei einen kleinen Unterschied. Während ältere Handys nur Karten bis ein Gigabyte unterstützen, können aktuelle Geräte oft um bis zu 16 Gigabyte aufgerüstet werden.
Meist erfolgt die Erweiterung über microSD-Karten vom Hersteller SanDisk. Sony Ericsson-Handys unterstützen jedoch oft nur das hauseigene Format Memory Stick Micro. Das ist preislich ein wenig teurer als die Konkurrenz, technisch jedoch ungefähr vergleichbar.

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Touchscreen
Unter einem Touchscreen versteht man ein berührungsempfindliches Display. Während manche Handys auf diese Art nur mit dem Finger bedient werden können, sind bei anderen Hilfsmittel wie beispielsweise ein Stylus (eine Art Plastikstift) nötig. Einige Handys wie beispielsweise das iPhone 3G oder das HTC Touch HD können ausschließlich mit einem Touchscreen bedient werden. Andere wie beispielsweise das Nokia N97 oder das Sony Ericsson XPERIA X1 bieten eine zusätzliche Tastatur an.
Technisch unterscheiden sich vor allem zwei Arten von Touchscreens: Analog-resistive Touchscreens setzen den Druck, der von dem Finger oder dem Stylus ausgeübt wird, in Signale um. Kapazitive Touchscreens registrieren eine Berührung dagegen mithilfe von leichten Strömen. Dadurch sind sie empfindlicher und werden oft als angenehmer in der Bedienung empfunden.
Eine Besonderheit bei Touchscreens ist die Multitouch-Steuerung, die derzeit nur in Handys von Apple verfügbar ist. Diese ermöglicht es, zur Steuerung mehrere Finger gleichzeitig einzusetzen. Die Touchscreens anderer Hersteller können dagegen in der Regel nur eine Eingabe gleichzeitig erkennen.

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