02.09.2011, 10:39 Uhr | dpa, t-online.de
Der erste Fernseher mit 16-facher HD-Auflösung, 3D-TV ohne Brille und der erste Tablet-PC von Aldi-Lieferant Medion: Die Elektronikmesse IFA 2011 hat zahlreiche Neuheiten zu bieten. In Berliner zeigen 1441 Aussteller bis zum 7. September die neuen Trends der Unterhaltungselektronik sowie Elektrohausgeräte. Wir zeigen die IFA-Highlights in einer Foto-Show.
Der japanische Hersteller Sharp zeigt in Berlin den ersten Fernseher mit 16-facher HD-Auflösung. Der Sharp-Fernseher verfügt über eine Auflösung von rund 33 Millionen Bildpunkten (7680 mal 4320 Pixel) und eine Bilddiagonale von 85 Zoll (2,16 Meter). Ein Vorgänger-Modell, das mit 8,8 Millionen Bildpunkten bereits die vierfache Auflösung heutiger Fernseher hat, sei inzwischen als Bauelement erhältlich. Während es sich bei dem 85-Zöller von Sharp noch um einen Prototypen handelt, zeigt Toshiba bereits ein Serienmodell mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln. Damit ist es möglich, mit bis zu neun Personen gleichzeitig brillenloses 3D-Heimkino zu schauen.
Der größte europäische Unterhaltungselektronik-Hersteller Philips schloss in Berlin eine Smart-TV-Allianz mit seinen asiatischen Konkurrenten Sharp und LG sowie dem deutschen TV-Produzenten Loewe. Die vier Unternehmen einigten sich auf eine gemeinsame Programmierumgebung für Fernseher mit Internetanschluss (Smart TV), teilte Robert Smits, Manager von Philips TV, auf der IFA in Berlin mit. Die Unternehmen wollen damit die Erstellung von Internet-basierten Diensten auf dem Fernseher erleichtern.
Auf einem Smart TV kann nicht nur das laufende Fernsehprogramm empfangen werden - auch Inhalte aus dem Internet wie YouTube-Filme oder Mediatheken der verschiedenen Sender können abgespielt werden. Weiter lassen sich mit einem Smart TV auch Musik, Fotos und Videos von einem Tablet Computer, Smartphone oder Notebook streamen und TV-Sendungen auf einer externen Festplatte aufzeichnen.
IFA: 3D-Fernsehen wird erwachsen Die Hersteller hoffen auf mehr Verkäufe, denn die Technologie hat sich im letzten Jahr stark verbessert.
Der direkte Zugang zum Internet vom Fernseher aus gilt als der große Trend der diesjährigen IFA und könnte das Geschäft von Geräteherstellern und Fernsehanbietern in den kommenden Jahren dramatisch verändern.
Der deutsche Premium-Hersteller Loewe stellt sich mit seinen neuen vernetzten Modellen unterdessen kurzfristigere Ziele. Der Konzern aus Kronach hofft nach zuletzt hohen Verlusten wieder auf besseres Geschäft. Preisnachlässe oder eine Verlagerung der Produktion aus Deutschland seien für Loewe dabei kein Thema, betonte Konzernchef Oliver Seidl.
1440 Aussteller zeigen die neueste Unterhaltungselektronik. Schwerpunkt dieses Jahr: 3D-Technik, Tablets und Smarphones.
Die Deutsche Telekom stellt mit Entertain Sat ihr neues Komplett-Angebot aus digitalem TV, Internet- und Festnetz-Flatrate vor. Hauptunterschied zu den bekannten Entertain Paketen: Das TV-Signal kommt via Satellit ins Wohnzimmer, dadurch ist Entertain Sat schon mit einer DSL-Bandbreite von 3 Mbit/s nutzbar. Mehr zu Entertain Sat.
Samsung zeigte in Berlin ein mobiles Gerät, mit dem der südkoreanische Hersteller ein neues Geräte-Segment zwischen Smartphone und Tablet-PC etablieren will. Das Samsung Galaxy Note hat einen 5,3 Zoll (13,5 cm) großen Bildschirm. Es soll sich vor allem als digitaler Notizblock eignen, ist aber gleichzeitig ein Telefon. Mit dem digitalen S Pen können Skizzen und Zeichnungen auf dem Display erstellt und gespeichert werden.
Bei der 51. IFA präsentieren 1441 Aussteller 140.200 Quadratmetern ihre Neuheiten, darunter auch Hausgeräte. Lust auf den Messebesuch sollen auch Musiker wie Roland Kaiser, Ich+Ich und Wir sind Helden im Unterhaltungsprogramm machen.
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Quelle: dpa , t-online.de
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