03.08.2011, 13:03 Uhr | Andreas Lerg
Auch Hobbyfotografen können günstig mit einer Kamera abtauchen. (Foto: Olympus)
Der wichtigste Tipp für die Unterwasserfotografie lautet: Schalten Sie den Blitz beziehungsweise die Blitzautomatik aus. Wasser ist optisch dichter als Luft und der Blitz einer Kompaktkamera hat kaum mehr Reichweite als ein oder zwei Meter. Das Wasser streut das Blitzlicht zudem sehr stark, weshalb auch große Blitzgeräte auf einer DSLR schnell an ihre Grenzen stoßen. Und sobald das Wasser von Schwebteilchen getrübt ist, bricht sich das Blitzlicht an dieser Trübung und das Bild wird milchig und matschig. Ohne Blitz bleibt das Bild dann klarer.
Dicht ran an das Motiv heißt es bei der Unterwasserfotografie. Und den Blitz sollte der Fotograf ganz abschalten. (Foto: imago) Die optische Dichte des Wassers frisst auch schnell viel Licht. Wenn sie nicht gerade in einem von der Sonne durchfluteten Schwimmbecken oder knapp unter der Wasseroberfläche fotografieren, wird es mit zunehmender Tiefe schnell dunkler. Die Lichtempfindlichkeit der Kamera sollte deshalb recht hoch eingestellt werden, da wie erwähnt auch der Blitz nichts bringt. Eine Einstellung von 800 ISO ist empfehlenswert. Sollte die Kamera auch bei höheren Werte kein drastisches Bildrauschen liefern, kann die ISO-Zahl noch höher eingestellt werden. Außerdem sollten Sie so nahe wie möglich an ein Motiv herangehen und mit einer Weitwinkeleinstellung fotografieren. Wenn Sie eine Person im Wasser fotografieren wollen und die ist mehr als drei oder vier Meter weg, wird das Hauptmotiv schnell unterbelichtet.
Wenn sie bewegte Objekte wie Fische fotografieren wollen oder in einer starken Strömung fotografieren, sollten Sie eine Verschlusszeit nicht langsamer als 1/125 Sekunden wählen, damit die Bilder nicht verwackeln. Im "stillen Wasser" und bei statischen Motiven können sie bis auf 1/40 Sekunde herunter gehen. Unbewegtes Wasser hilft ein bisschen, die Kamera ruhig zu halten, da Bewegungen "zäher" sind als an der Luft. Apropos bewegte Objekte. Fische flüchten nicht so schnell, wenn sie sich langsam und vorsichtig bewegen. Und je nach Gewässer sollten Sie sich selbst einen Fluchtweg offen halten, falls es dort Fische gibt, die Sie nicht als Bedrohung sondern eher als Beute sehen.
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