27.11.2008, 14:08 Uhr | pcwelt.de
Ricohs 10-Megapixel-Digitalkamera beeindruckte uns durch ihre hohe Geschwindigkeit beim Auslösen und zwischen den Aufnahmen. In Sachen Gehäuse-Design orientiert sich der Hersteller am klassisch-schnörkellosen Vorbild à la Leica, das auf manche Anwender jedoch auch altbacken wirken kann.
Bildqualität
Bei kurzer Brennweite war der Wirkungsgrad der R10 am Bildrand um 30 Prozentpunkte niedriger als in der Bildmitte. Im Normal- und Telebereich verlief die Auflösung dafür etwas gleichmäßiger. Ebenfalls hervorzuheben ist die Helligkeit, die zum Bildrand hin nur minimal nachließ. Die Eingangsdynamik war hoch. Das bedeutet, dass die Kamera viele Blendenstufen einsetzt. Die Ausgangsdynamik - die Anzahl der dargestellten Helligkeitsstufen - war befriedigend. Bei den Testbildern bei Kunstlicht, die die Kamera im Automatikmodus mit automatischem Weißabgleich meistern muss, stellten wir einen leichten Blaustich fest. Was das Bildrauschen anbelangt, so waren die Bildfehler bis ISO 800 noch akzeptabel.
Ausstattung
Über den so genannten Step Zoom der R10 können Sie die Brennweiten 28 mm, 35 mm, 50 mm, 85 mm, 105 mm, 135 mm and 200 mm direkt ansteuern. Außerdem beginnt bei 28 Millimetern der Makrobereich bereits bei 1 cm Abstand vom Motiv. Interessant fanden wir die im Display angezeigte Wasserwaage, mit der Sie das Bild genau ausrichten können. Die R10 setzt einen mechanischen Bildstabilisator ein, der über einen beweglichen Bildsensor arbeitet (CCD Shift). Manuelle Einstellmöglichkeiten gibt's für Helligkeit, Kontrast, Weißabgleich, Belichtungsmessung und Lichtempfindlichkeit. Halbautomatiken stehen dagegen nicht zur Verfügung. Außerdem besitzt die Kamera unserer Ansicht nach zu viele Knöpfe, über die Sie die Einstellungen vornehmen: ein Modus-Wählrad, einen Vier-Wege-Joystick zum direkten Anwählen der wichtigsten Optionen (etwa Auflösung, Weißabgleich und Belichtungskorrktur), einen Menü-Knopf und eine belegbare Fn-Taste.
Fazit Ricoh R10
Im Betrieb war Ricohs R10 schnell, einfach zu bedienen und schnitt bei den Bildqualitätstests ordentlich ab. Nur die Auflösung im Weitwinkelbereich war etwas zu niedrig. Dennoch: Für den Preis sollte die Kamera auch Blenden- und Zeitvorwahl bieten.
Alternative
In der gleichen Preis- und Megapixelklasse finden Sie die Panasonic DMC-FX37, die in den Bildqualitätstests deutlich besser abschnitt als das Ricoh-Modell. Dafür bietet die R10 statt eines optischen 5fach-Zooms ein 7,1fach-Zoomobjektiv.
Digitalkamera | |
Ricoh R10 | |
Preis-Leistungs-Wertung | 52 Punkte |
Anbieter | Ricoh |
Weblink | |
Preis | rund 260 Euro |
Garantie | 12 Monate |
Ricoh R10 | |
BEWERTUNG (0-100 Punkte) | |
Bildqualität (55%) | 48 |
Ausstattung (20%) | 43 |
Handhabung (10%) | 84 |
Service (5%) | 16 |
Preis (10%) | 78 |
Gesamtergebnis | 52 |
Ricoh R10 | |
TESTERGEBNIS | |
Gewicht | 190 Gramm |
DC Tau 4.0 | |
Nettodateigröße (Mittelwert, KB) | 13913 |
Wirkungsgrad (Mittelwert, %) | 68.7; befriedigend |
Max. Verzeichnung Weitwinkel (%) | 0.3; minimal kissenförmig |
Eingangsdynamik (Blendenstufen) | 8.5; gut |
Ausgangsdynamik (Helligkeitsstufen) | 247; befriedigend |
Rauschen bei ISO 100 | 3.96; befriedigend |
Scharfzeichnungsstufen | 19.2; gut |
Ricoh R10 | |
TECHNISCHE DATEN | |
Auflösung | 10,0 Megapixel |
Opt./dig. Zoom | 7.1-/4.8fach |
Brennweite | 28 bis 200 mm |
Speicher/-Typ | 54 MB/intern |
Optischer Sucher | nein |
Displaygröße | 3.0 Zoll |
Quelle: PC-Welt
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