08.01.2010, 10:13 Uhr | t-online.de
Tragischer Elektroschock durch USB-Kabel. (Foto: t-online.de)Bei einem Unfall ist in den USA ein Kleinkind durch einen Stromschlag über ein USB-Kabel schwer verletzt worden. Es hatte das Ende eines Ladekabels für einen MP3-Player in den Mund gesteckt, das an einem an das Stromnetz angeschlossenen Notebook hing. Das 16 Monate alte Mädchen erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht und musste wiederbelebt werden. Was genau den Elektroschock ausgelöst hat ist bisher unklar.
Es brauchte nur einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit der Mutter, und schon war das Unglück geschehen. Das Mädchen nahm das USB-Kabel in den Mund, das von einem Notebook auf dem Tisch herabhing. Als die Mutter sich wieder umdrehte, lag das Kind leblos auf dem Boden. Die herbeigerufenen Rettungskräfte mussten das Mädchen wiederbeleben. Im Krankenhaus stellten die Ärzte Verbrennungen dritten Grades im Gesicht des Kindes fest, die Zunge der Kleinen war auf die doppelte Größe angeschwollen. Mittlerweile befindet sich das Kind aber auf dem Wege der Besserung.
Was den Unfall verursacht haben könnte ist bislang nicht geklärt. Weil USB-Kabel nur eine geringe Spannung von etwa fünf Volt aufweisen, sollten schwere Stromschläge wie im vorliegenden Fall nicht möglich sein. Zum Vergleich: An einer üblichen Steckdose liegen 230 Volt an. Auch ob ein Defekt am Notebook oder dessen Ladegerät vorlag ist noch unklar. Eltern sollten dennoch immer darauf achten, dass angeschlossene Kabel nicht in die Reichweite ihrer Kinder gelangen.
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